RÜCKBLICK

Am meisten Aufsehen erregte die Behauptung, bei einem Besuch von Trump in Moskau habe der russische Geheimdienst „unorthodoxe“ Sexualpraktiken von ihm mit Prostituierten in einem Hotel gefilmt. Russland könne ihn damit erpressen. In dem Dossier heißt es auch, auf Geheiß Putins habe die russische Regierung Trump seit „mindestens fünf Jahren“ aufgebaut und ihm beigestanden. Er und seine Vertrauten hätten einen „steten Zufluss von Informationen über die Demokraten und andere politische Rivalen akzeptiert“.

Trump stritt alle diese Behauptungen ab und bezichtigte die Medien und Geheimdienste, sie machten eine „Hexenjagd“ auf ihn. Anfang März berichtete CNN jedoch, US-Ermittler hielten zumindest Teile des Dossiers für glaubwürdig. Die New York Times berichtete, dass amerikanische Geheimdienste bereits im Sommer 2016 Informationen darüber hatten, wie russische Stellen diskutierten, auf welche Weise Trump über seine Mitarbeiter beeinflusst werden könnte. Mitarbeiter von Sonderermittler Mueller haben sich inzwischen mit Steele getroffen, das Team nimmt das Dossier sehr ernst.