Schlagwort: Kunst

Fashion Week Berlin – Niemand darf hin aber jeder kann dabei sein!


Am Montag beginnt in Berlin die erste digitale Fashion Week im Kraftwerk. Das ganze Gebäude wird genutzt. Zum ersten Mal darf jeder zusehen aber nicht hingehen. Keine Hektik, keine Modejournalisten und Journalistinnen, Models ohne Applaus, der Lockdown macht es erforderlich. Jeder darf dafür einen Blick auf die Mode für den nächsten Winter werfen. Alle Veranstaltungen werden live ohne Zugangsbeschränkung gestreamt.

  • Die Livestreams von Montag bis Mittwoch kann man sich auf http://www.mbfw.berlin (alle weiteren Infos) ansehen.

Es sollen mehr kreative Disziplinen wie Musik, Kunst, Performance gezeigt werden.

Der Aufwand für Corona-Sicherheit ist riesig. Neu ist auch, es soll mehr über Mode gesprochen als gezeigt werden. Zwischen den Präsentationen sind immer wieder Gesprächsrunden über Mode und wie viel Spaß sie macht.

Mehr Information:

https://fashion-week-berlin.com/index.html

„Dekadenz und dunkle Träume. Der belgische Symbolismus – Lecture 3: Lust und Vergänglichkeit“ Führung auf YouTube


Das Jahr kann auch mit Kunst, incl. einer acht minütigen Führung beginnen, zumal die Ausstellung bald beendet ist. (18.09.2020 bis 17.01.2021 – Alte Nationalgalerie.

Thema
Der lustvolle Blick in den Abgrund, der übersteigerte Ästhetizismus einer übersättigten Gesellschaft, die sich zugleich in der Krise wähnte, der morbide Reiz zwischen Thanatos und Eros dies sind Themenfelder in der Kunst, die Ende des 19. Jahrhunderts insbesondere im belgischen Symbolismus ihren Ausdruck fanden.

Lasst die Kunst in Ruhe


Oft unter dem Druck der öffentlichen Meinung, dazu gehört auch die Sexismus-Debatte, der Zeitgeist, die Unterdrückung, der Terrorismus, der Glauben und andere Beweggründe, fühlen sich immer mehr Anhänger der einzelnen Zielrichtungen berufen, die vorhandenen Kunstwerke, oft viele Jahrhunderte alt, wie auch Neue Kunst, auf ihre heutige Alltagstauglichkeit, innerhalb ihres Lebens- und Anschauungrahmen, zu überprüfen.

Ob in der Kunst, der Literatur, der Musik, was nicht den heutigen Ansprüchen genügt soll in Museen am besten abgehängt werden, Filme sollen nicht mehr gezeigt werden, Dichtungen namhafter, unverdächtiger Künstler werden auf Hauswänden ausradiert. Mit Zensur löst man das Problem von Unterdrückung nicht.

Anhand von Kunst, Musik, Literatur, Film und Theater ordnen wir seit Jahrhunderten unser Leben ein. Kulturelle Aussagen müssen darum auch immer erkennbar bleiben und das aus jeder Epoche unserer Entwicklung. Kunst hat nie Wahrheit gezeigt und war dadurch immer gefährdet. Diktatoren haben immer wieder versucht Kunst zu bereinigen, zu säubern, wie sie behaupteten. Wer das heute beabsichtigt ist nicht besser als totalitäre Herrscher und diese Einstellung können wir in einer Demokratie nicht zulassen. 

Was Menschen heute unterdrückt muss geändert werden, es darf aber nicht als Grund herhalten Kunst und Denkmäler zu vernichten oder in Kellern der Öffentlichkeit zu entziehen. Aus religiösem Fanatismus und extremen Anschauungen wurden schon immer wertvolle Kulturdenkmäler zerstört. Neben jüngsten Zertrümmerungen in Syrien, demolierten die Anhänger der jihadistischen Organisation „Islamischer Staat“ (IS) auch bereits zahlreiche antike Stätten im Irak. Auch in Mali, Indien und Afghanistan fielen Kunstwerke und antike Stätten religiösen Fanatikern zum Opfer.

Gerade eben wurde aus der Manchester Art Gallery ein Bild eines großen Malers abgehängt. Ein Kunstwerk wurde zensiert, freies Denken zerstört. Zu einer Zeit nannte man es entartete Kunst, heute sagt man es handelt sich, wie in diesem Fall, um Sexismus. Wir sollten uns hüten, gerade auch in Deutschland, das so zu akzeptieren, denn Nachlässigkeit ist ein großer Feind.

„Hylas und die Nymphen“ von John Wiilliams Waterhouse

Kleiner Vogel – großer Star- Wandbild


Die niederländischen Künstler Collin van der Sluijs und Super A haben dieser Tage ein Wandbild, besser ein Wandkunstwerk  in Berlin Tegel-Neheimer Straße, entstehen lassen, mit Blick auf den Tegeler See. Ein kleiner Vogel, genauer ein Star, kommt riesig daher. 42 Meter hoch ist das Bildnis eines in der Natur eher zierlichen Vogels, der gerade mal 20 cm misst und im Sommer die Kirschen von den Bäumen klaut.

1 Großer Star-Berlin-Neheimerstr

Auszug aus einem Interview -Berliner Woche-:
Jedes neue Detail, das Collin van der Sluijs und Super A auf die Tegeler Hauswand sprayten oder malten, beäugten Anwohner und Passanten kritisch. „Am Anfang war da ja nur ein riesiger schwarzer Schatten“, erzählt Super A. „Wir fangen immer mit dem Umriss an. Der wirkte natürlich etwas düster und stieß auf wenig Begeisterung.“ Als peu à peu die Fantasiepflanzen im Vogelleib wuchsen und das Gefieder sein magisches Schillern annahm, legten sich die Zweifel. „Inzwischen kommen immer wieder Leute und sagen uns, wie gut ihnen das Bild gefällt.“ Während Kopf und Gefieder fast fotorealistisch wirken, scheint das Tier der beiden Holländer eine außerirdische Pflanzenwelt verschluckt zu haben. Der Bauch des Kunstvogels quillt nahezu über vor üppigen, bizarr geformten Blüten, Beeren, Blättern. So bunt und vielfältig wie ihr Star sei schließlich auch Berlin, sagen die beiden Künstler.

Übrigens mir hat es auch gut gefallen.

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