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Mode – Der Schlabberlook in Corona-Zeiten für die ganze Familie


Schlabberlook

Heute würde selbst Karl Lagerfeld Jogginghose tragen. Die Bekleidungsindustrie hat sich voll auf den Corona-Schlabberlook eingestellt. Man verliert nicht mehr „Die Kontrolle über sein Leben,“ wenn man Jogginghose trägt, denn wahrscheinlich hat die Pandemie uns die Kontrolle längst genommen.😉 Es gibt fast keine große Marke mehr die sie nicht ins Sortiment genommen hätte.


Die Auswahl reicht von der grauen Allzweckhose aus dickem Sweatshirtstoff bis hin zu der von Gucci mit fettem Logodruck für 800 Euro. Jemand hat mal gesagt „No go wird zu go“. Jetzt kann man darüber philosophieren, wie es dazu kommen konnte, aber egal, die Modeindustrie hat schnell mitbekommen das der Look, ob mit ihnen oder ohne sie, aktuell ist und Umsatz ist immer gut in Zeiten, wo längst nicht mehr alles läuft. Selbst Hugo Boss, im letzten Jahr auf seinen smarten Anzüge sitzen geblieben, will im kommen Herbst Sweatpants  zu Mantel oder Hose verkaufen. Hoffentlich kommt er nicht zu spät, denn die Herbst- und Wintermode der Labels sieht ganz anders aus.  Noch ist Schlabberlook aktuell, also los: 

Mode-Fotos Schlabberlook für Mann und Frau

 

Schlabberlook in Coronazeiten

Stirbt der heutige, gestrige Mann aus?


Zeiten ändern sich

Das geschwächte Geschlecht
von Elisabeth Raethere und Tanja Stelzer. Ein ausführlicher Artikel in Zeit online vom 12 Januar 2014, hat mich beinahe verwirrt. Sind diese Fakten einseitige Fakten?

Hier einige Auszüge kommentiert:

  • Psychische Störungen treten heute bei Jungen achtmal häufiger auf als bei Mädchen.
  • Zweidrittel der Sonder- und Förderschüler sind männlich.
  • Auf 100 Jungs, die die Schule abbrechen, kommen in Deutschland nur 88 Mädchen.
  • Männer stellen 93 % der wegen Mordes, Mordversuchs oder Totschlags Inhaftierten.
  • Männer sterben – obwohl sie längst nicht mehr so viel körperliche Arbeit verrichten wie früher- immer noch fünf Jahre eher als Frauen.
  • Die Selbsttötungsrate ist bei Männern in allen Altersgruppen dreimal so hoch wie die der Frauen.
  • Amokläufe werden fast ausschließlich von Männern begangen.
  • Wohnungslose sind bis zu 75% Männer
  • An den Folgen von Alkoholismus sterben jährlich dreimal so viele Männer wie Frauen.

Woran scheitern wir, die Männer?

Die Gründe sind vielschichtig und werden von den typischen wissenschaftlichen Untersuchungen und Statistiken begleitet.
Schlüsselmerkmale sind aber in erster Linie die nicht offene Gefühlswelt des Mannes. Die Verarbeitung seiner Probleme und die fehlende Kommunikationsbereitschaft /Möglichkeit in allen gesellschaftlichen Ebenen wie Partnerschaft, Familie und Beruf.

„Schon Jungen im Alter von zwölf Jahren haben eine dreimal so hohe Suizidrate wie Mädchen. Die Dunkelziffer ist sicher noch höher – häufig werden solche katastrophalen Ereignisse ja als Unfall deklariert. Niemand interessiert sich für diese Zahlen, noch nicht einmal diejenigen kümmern sich darum, deren Aufgabe das wäre. Die Autoren haben wegen dieser Problematik zwei-, dreimal ans Bundesfamilienministerium geschrieben. Nie haben sie von dort in dieser Sache eine Antwort bekommen. Das Gruppenprogramm ›Palme‹ für alleinerziehende Mütter, das wir entwickelt haben, wurde im Familienministerium dagegen sofort wahrgenommen – kurios, nicht? Meiner Meinung nach gibt es ein kollektives Empathieversagen gegenüber Jungen.“

Der Mann wird auf dem Weg seines „Andersseins“ in der ersten Phase keine Hilfe von den Frauen zu erwarten haben. Im Gegenteil! Natürlich wird sie nicht wollen, das Ihr Mann früher stirbt oder Alkoholiker wird. Aber in der ersten Phase herrscht erst einmal Wettbewerb.
Wie wohl das Ende aussieht, der Mann als Totalverweigerer, als Aufständler? Der ganze Beitrag ist ausführlich, interessant und lesenswert und das für beide Geschlechter:

https://www.zeit.de/2014/02/maenner-krise-maennerbewegung/komplettansicht

 

Gleichstellung zwischen Mann und Frau dauert noch und verzögert sich 


Weltwirtschaftsforum, WEF-Report meint: 

Mit der Gleichstellung zwischen Mann und Frau ist erst in 100 Jahren zu rechnen. Es könnte auch noch länger dauern, bis die politische und soziale Kluft zwischen Frauen und Männer geschlossen ist. Denn 2017 hat sich der Unterschied wieder vergrößert. 

Erst in 217 Jahren werden Männer und Frauen gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, bei gleichem Entwicklungstempo wie heute, das zeigen die Daten des Gender Gao Reports.

In Deutschland ist die Lücke zwischen Frauen und Männern zu 78 Prozent geschlossen. Platz 12 in den von 144  untersuchten Staaten. Laut WEF sind weltweit 68% der Geschlechterlücke geschlossen. Seit 2006 erstellt der WEF den Report. Es bleibt noch einiges zu tun. Das zwei Menschenleben für den Weg zur endgültigen Gleichstellung nicht ausreichen, dürfte aber wahrscheinlich sein. Wie die Welt zwischen Frau und Mann, nach erreichen des Zieles aussieht und ob sie besser geworden oder schlechter ist, kann niemand heute vorhersagen.

Zu einem Bericht:

https://www.google.de/amp/www.zeit.de/amp/wirtschaft/2017-10/gleichberechtiguerreichen ng-gender-gap-report-weltwirtschaftsforum

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