Schlagwort: Armut

Oxfam-Bericht zu Covid-19-Auswirkungen : Milliardäre profitieren trotz Pandemie, die Ärmsten werden abgehängt


Ökonomen teilen zum großen Teil die Einschätzung von Oxfam, dass die Spreizung der Vermögen zugenommen hat. Schon vergangenes Jahr stellte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit Blick auf Deutschland fest: „Die reichsten zehn Prozent verfügen nicht, wie bisher angenommen, über 59 Prozent des gesamten Nettovermögens – sondern über 67 Prozent.“

Vor allem das obere Prozent sei wohl reicher als gedacht: Anstelle der bisher geschätzten knapp 22 Prozent vereinen diese vergleichsweise wenigen Personen mit gut 35 Prozent mehr als ein Drittel des privaten Nettovermögens auf sich. Die ärmere Hälfte der Bevölkerung stehe dagegen nur für rund ein Prozent des Wohlstands. Das Jahr 2020 dürfte diese Ungleichheit verstärkt haben, nicht nur hierzulande, sondern auch international. Innerhalb von nur neuen Monaten haben die Reichen dieser Erde ihre Verluste aus der Pandemie ausgeglichen die ärmeren Menschen werden dazu 10 Jahre benötigen.

Ausführlicher Bericht über die weltweite Auswirkung der Pandemie. Arme werden weiter abgehängt und die Reichsten der Erde profitieren verstärkt an der Pandemie.


https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/oxfams-studie-sozialer-ungleichheit-corona-krise-reichsten-schon-vorbei

Mehr Arbeit mehr Armut, es ändert sich nicht viel.


Im vergangenen Jahr ist die Arbeitslosigkeit in den Industriestaaten der Welt erneut zurückgegangen – und liegt nun erstmals wieder unter dem Niveau der Zeit vor der globalen Finanzkrise von 2009. Dennoch nimmt der Anteil der Armen in vielen dieser Staaten zu. Zu diesem Ergebnis kommt der „Social Justice Index 2019“ der Bertelsmann-Stiftung.

So liege die Erwerbslosenquote im Schnitt der 41 untersuchten Staaten der EU und des Industrieländerclubs OECD aktuell bei 5,3 Prozent – 2008 waren es noch 5,7 Prozent. Die Armutsquote sei aber in 25 Staaten gestiegen oder gleich geblieben.

Diese Entwicklung ist auch in Deutschland zu beobachten. Von 2013 bis 2018 habe sich die Armutsquote von 9,4 auf 9,8 Prozent erhöht, stellen die Autoren fest – wobei sie eine Armutsschwelle von 50 Prozent des Medianeinkommens wählten. Im gleichen Zeitraum ist die Beschäftigung in der Bundesrepublik stark gestiegen.

Mit dem Social Justice Index untersucht die Bertelsmann-Stiftung jährlich die soziale Gerechtigkeit in Industriestaaten anhand von 46 Kriterien in sechs Kategorien: Armutsvermeidung, Arbeitsmarkt, Bildung, Gesundheit, Nicht-Diskriminierung und Generationengerechtigkeit.

Tabelle: fdi Quelle: Bertelsmann-Stiftung

Quelle Spiegel
https://m.spiegel.de/wirtschaft/soziales/social-justice-index-armut-trotz-arbeit-in-industrielaendern-a-1299696.html

Im Umkehrschluss es partizipieren die Reichen am meisten, den sie werden reicher. Natürlich sind sie demnach auch beträchtlicher an der Klimakatastrophe beteiligt.

Paritätischen Gesamtverbandes: Jeder Sechste in Deutschland lebt in Armut


Neu belegbar ist das Armut nicht nur mit geringerer Bildung zu tun hat, wie es uns die Politiker seit Jahren predigen, denn jeder dritte Arme ist erwerbstätig und die absolut meisten sind gut ausgebildet. Die Konjunktur boomt, den Unternehmen geht es blendend und die Armenzahlen steigen auf 13,7 Millionen Menschen.

Das liegt daran, dass die Wirtschafts- und Armutstwicklung voneinander abgekoppelt sind, d. h. die Armut ist nicht wirtschaftlich bedingt sondern politisch hausgemacht. Es scheint deshalb nur eine Frage der Zeit bis auch in Deutschland die ersten gewaltbereiten Gelbwesten auf due Strasse gehen.

Danke Frau Merkel, für die letzten 13 Jahre ihrer Regierungsleistung, kann man da nicht uneingeschränkt sagen und zu der SPD, die diese Wirklichkeit über ein Jahrzent mit entwickelt hat, schon gar nicht. Die Volksparteien haben, ohne das sie es wahrnehmen wollten, ihren Abstieg gut vorbereitet.😤

https://www.tagesspiegel.de/politik/bericht-des-paritaetischen-gesamtverbandes-jeder-sechste-in-deutschland-lebt-in-armut/23756564.html

Pressemitteilungen – Armutsgefährdung in den Bundesländern weiter unterschiedlich – Statistisches Bundesamt (Destatis)


Wer liest so was schon gern? Die CDU ist allerdings der Auffassung, dass es Deutschland so gut geht wie noch nie. Wenn die Schere zwischen Reichtum und Armut weiter mit dieser Geschwindigkeit aufgeht, was zu erwarten ist, nicht mehr lange. 

Auszug Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes: 

Ein besonders hohes Armutsrisiko haben Erwerbslose. Mehr als die Hälfte (52,9 %) der Erwerbslosen im früheren Bundesgebiet und mehr als zwei Drittel der Erwerbslosen in den neuen Ländern (66,9 %) waren 2016 armutsgefährdet. Im Vergleich der Bundesländer gibt es noch größere Unterschiede: Während 2016 in Baden-Württemberg 43,4 % der Erwerbslosen armutsgefährdet waren, waren es in Sachsen-Anhalt 75,6 %. 

Auch Alleinerziehende und ihre Kinder sind überdurchschnittlich armutsgefährdet. 42,4 % der Alleinerziehenden-Haushalte im früheren Bundesgebiet und 46,9 % dieser Haushalte in den neuen Ländern waren 2016 armutsgefährdet. Während in Berlin 34,5 % der Alleinerziehenden-Haushalte von Armut bedroht waren, traf dies in Sachsen-Anhalt auf 60,0 % der Alleinerziehenden-Haushalte zu. 

https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2017/08/PD17_298_122.html

Kluft zwischen Armut und Reichtum gefährdet Deutschlands Demokratie | Armutsbericht zu 2016


Die Regierung (Kanzleramt) gibt mit der Schwärzung von Teilen des Armutsberichtes eine Vorlage für den SPD Wahlkampf. Martin Schulz wird dieses Wahlgeschenk von Frau Merkel dankend annehmen. Es wird wohl eines der stärksten Themen der SPD und bietet ihnen die Rückkehr zu ihren Wurzeln, mehr soziale Gerechtigkeit. 

https:/Neuer Armutsbericht 2017

„Dieser Befund ist echt krass“

23.03.2017

Unter diesem Thema befindet sich das wahre gespaltene Deutschland in Arm und Reich: 

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Großer Reichtum beruhe oft nicht auf eigener Leistung. So basiere bei zwei von drei Reichen das Vermögen auf Erbschaften oder Schenkungen.  

10 Prozent der deutschen Haushalte verfügen über 50 Prozent des Nettovermögens. 

Sehr großer Reichtum ist das perfekte Verbrechen an der Gerechtigkeit, denn er steht nicht unter Strafe.

Immer mehr Menschen, in Vollzeit, können von ihrer Arbeit nicht Leben. 


Die Kluft im Beruf bei den Vollzeitbeschäftigten in Deutschland

  • Arbeitende 5,1 % 2009                                              7, 1% 2015

Sinkende Arbeitslosigkeit kommt nur aus der Beschäftigung in dem Niedriglohnsektor und schafft damit zusätzliche Arme. 

“ Ein steigender Anteil von Menschen, die nicht von ihrer Arbeit leben können, untergräbt die Legitimität unserer Wirtschaft- und Gesellschaftsordnung.“  von Art de Geus. 

Es sind ca. 31 Millionen in Vollzeit beschäftigt, davon 7,5 % in Niedriglohn, das sind ca. 2,3 Millionen „Arme“in Vollzeitjobs. 

Das können potentielle AfD Wähler sein. 

Die Abgehängten

https://mibersite.wordpress.com/2016/11/12/es-ist-einiges-nicht-gut-in-deutschland/

https://mibersite.wordpress.com/2016/11/10/an-eliten-und-establishment-protest-kann-wahlen-gewinnen-auch-in-deutschland/

Es ist nicht alles schön


Im Oktober 2015 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 43,4 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Damit wurde der im September 2015 gemeldete Höchststand bei der Erwerbstätigkeit seit der Wiedervereinigung Deutschlands noch einmal übertroffen.

Das hört sich ersteinmal gut an. Aber eine Regierung wird auch an der anderen Seite gemessen und die ist nicht so schön. Trotz des Jobbooms gibt es 7,6 Millionen Hilfsbedürftige in Deutschland und das ist die andere Seite und meistens sind es arme, ältere Menschen.

https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2015/12/PD15_442_132.html

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