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Bruttoinlandprodukt kurz BIP oder Singapur?

In seinem Leitantrag zur Wirtschaftspolitik für den Grünen-Parteitag Mitte November 2019 führt die Parteispitze aus, warum sie den gängigen Maßstab des Bruttoinlandsprodukts – kurz BIP – zur Bemessung der Leistung einer Volkswirtschaft für falsch hält: Es sei „blind für die sozialen Folgen und die ökologischen Schäden“ der Wirtschaft, heißt es da.
Das BIP ist der Wert aller Waren und Dienstleistungen, die in einer Volkswirtschaft produziert werden, ein Maßstab des Wohlstandes eines Landes. Die Debatte über die richtige Messung von Wohlstand ist so alt wie das BIP, das 1937 von dem amerikanischen Ökonomen Simon Kunzet entwickelt wurde.
Es gab in den letzten 60 Jahren hunderte neuer Vorschläge von „Fachleuten“ in Politik, Wirtschaft, UN und Staaten. Alle meinen das Wichtige wird nicht gemessen, wie Nachhaltigkeit, Luftverschmutzung, Bildung, Solidarität, Chancen++¿ Es entstand das grüne BIP, Better Life Index, Nationalen Wohlstand Index und vieles mehr.
Es ist bei allen das gleiche große Problem, es wird nicht gerechter, denn es braucht absolut neue Messmethoden um den Wohlstand zu messen und wie sollen die einzelnen vielen Faktoren zueinander stehen und gewichtet werden? Außerdem muss strikt und hart durchgesetzt werden!

Wird es damit gerechter und richtiger den Wohlstand eines Landes, aller Länder untereinander zu messen?

Warum soll das BIB schlechter sein. Es ist einfach, für jeden verständlich und für alle Länder vergleichbar anzuwenden. Ist es nicht die Aufgabe einer demokratischen Gesellschaft eines Landes, mit Ihren Regierungen und Bürgern ihr Land und damit auch die Erde im ständigem Austausch zu gestalten, statt weitere starre Gesetzmäßigkeiten festzulegen, die in großen Irrtümern, Ungerechtigkeiten bis hin zu diktatorischen Systemen führen können.
Nehmen wir ein existierendes kleines Beispiel:
Singapur ein Traumland, wenn man vielen Kennern glauben mag, WIRKLICH?


Singapur, der Stadtstaat an der Südspitze der malaiischen Halbinsel ist ein autoritäres Politik-System und ist bekannt für die geringe Kriminalitätsrate, saubere Straßen, Auto-Obergrenze, und gehorsame Bürger, die sich im großen und ganzen wohlfühlen in diesem Stadtstaat. Das Land tut viel für seine Bürger, Touristen und Zugereiste.

Denn nur so kommen die besten „Köpfe der Welt“ in dieses Land um es wirtschaftlich weltweit wettbewerbsfähig zu halten. Das Wirtschaftssystem ist absolut dereguliert, der Staat weiß aber seine Ansprüche hart durchzusetzen.
Einen großen Beitrag dazu leistet das rigide Strafgesetz: Neben empfindlichen Geldstrafen für die banalsten Dinge werden bis heute auch Stockhiebe und die Todesstrafe für Straftäter angewendet.
Singapur ist eine Stadt der Gebote und Verbote. Man wird in der Innenstadt selten 100 Meter gehen können, ohne nicht auf eine Verbotstafel zu treffen.

  • Sauberkeit in Singapur hat mit Erziehung zu tun. „Wir guten Menschen dürfen den bösen und hässlichen Menschen nicht erlauben, unsere Stadt, Land, Erde, dreckig zu machen“. Wer seine Umwelt verschmutzt, indem er einfach Abfall fallen lässt, muss schon beim ersten Mal bis zu 2000 Singapur Dollar zahlen, also etwa 1300 Euro. Beim zweiten Mal ist das Doppelte fällig und beim dritten Mal 10.000 Dollar, also 6500 Euro.
  • Wie aus dem Boden gewachsen steht die Aufseherin plötzlich neben der unwissenden Frau auf dem Bahnsteig. „Sie können hier nicht essen“, 500 Dollar Strafe gibt es für Nahrungsaufnahme im U-Bahnhof oder in der Bahn selbst. Dafür sind Singapurs U-Bahnhöfe so aseptisch sauber, dass man hier fast vom Boden essen könnte.
  • Man darf in Singapur nur Kaugummi kaufen wenn man ein Rezept von einem Arzt hat.
  • Auf den öffentlichen Toiletten muss man sich erstmal durch die Schilderflut arbeiten: Nicht mit den Füßen auf die Brillen hocken, um sich „chinesisch“ zu erleichtern, sonst setzen sich andere in den Dreck. Unbedingt abziehen, sonst drohen umgerechnet 150 Euro Strafe. Die nassen Hände nicht einfach abschütteln, sonst rutschen andere aus.
  • Die Verschmutzer können zusätzlich verurteilt werden, zwölf Stunden lang Parks zu säubern. Am besten direkt in ihrer Nachbarschaft, damit sie öffentlich bloßgestellt werden. Das „Public Shaming“ war die Motivation hinter der Einführung dieser Strafe.
  • Strafen lauern überall: Rauchen an der falschen Stelle, auf den Boden spucken oder auch bei illegalen Malereien. Zwei Leipziger, die vor mehr als drei Jahren eine Singapurer U-Bahn mit Graffiti verziert hatten, wurden zu je drei Stockhieben und neun Monaten Haft verurteilt.
  • Wem auch nur geringe Mengen an Heroin, Morphium oder Kokain nachgewiesen werden können, auf den wartet sogar die Todesstrafe.
  • Dies waren nur einige wenig Auszüge aus einem Katalog der Verbote.


Generell kann man sich in jedem Stadtteil – auch bei Dunkelheit – gefahrlos bewegen. Schließlich zählt Singapur zu den saubersten und sichersten Städten der Welt. aber zu welchem Preis, dem Preis von weniger Freiheit. Lieber bei dem alten BIB bleiben!!!

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