Mann, Männer, männlich, das wird gemoppt und nicht erst seit Trump.

Es ist heute nicht leicht ein Mann zu sein. Keine bange, ich fange nicht an zu weinen, obwohl immer, sofort Gefühle zeigen, erwartet wird, wenn ich das „Male bashing “ über mich und mein Geschlecht lese, höre und sehe.

Ein Geschlecht in der Krise, Männer haben keine Zukunft, Auslaufmodell, Emanzipationsverlierer und das sind noch die versöhnlichsten Bemerkungen. Selbst  Geschlechtsgenossen fangen an „loszuheulen“ wenn sie berichten das Männer auf dieser Erde für die schlechte Welt verantwortlich sind, von Klimakatastrophen über Kriege bis zu Wirtschaftskrisen. Natürlich  ist Mr. Macho verhasst, wer liebt auf der Welt schon Trump, Putin und Erdogan, gewiss ist es nicht die Mehrheit. Aber darauf hin zu schreien „Frauen der Welt, retten uns vor diesen Männern, die den Planeten bedrohen, ist schon krass. Woran liegt es aber, dass es so gekommen ist wie es ist?

Die  Emanzipationsverlierer sind die Männer. Das hat viele Gründe und ist wissentschaftlich belegt. Die Wirtschaft ändert sich extrem, dadurch auch die Jobs in ihrer Art und Weise. Die Frauen-Erwerbstätigkeit steigt rasant an, der Mann trifft „seine  Frau“ als  potentielle Konkurrentin, wenn es um einen Job oder die Beförderung geht. Die männliche Erwerbstätigkeit nimmt dadurch zunehmend ab. Seit Jahren steigt die Arbeitslosenquote  bei Männern an. Es sieht schlecht aus für die Zukunft. Hanna Rosin  hat den amerikanischen Niedergang der Männer beschrieben.

Vor einigen Wochen habe ich eine Veröffentlichung von dem in Basel lebenden Soziologen und Autor Walter Hollstein gelesen und zitiere teilweise:

„Auch in Deutschland gibt es viele junge Abgehängte. Die Jugendstudie  -Generation  What – weist soeben auf eine große Gruppe jungen Männer hin, die sich extrem benachteiligt und orientierungslos fühlt und somit anfällig für Populismus ist. Bei Mädchen wäre schon längst was passiert. Männer sind nicht nur Verlierer auf dem Arbeitsmarkt, bereits dort, wo in Schulen und bei der Ausbildung auf die spätere Berufsqualifikation vorbereitet wird. Ihre Bedürfnisse werden  zunehmend ignoriert, ihre Leistungen bei gleicher Qualität wie der der Mädchen schlechter benotet. Schulversager, Schulabbrecher, Schulschwänzer sind heute fast ausschließlich männlich. Die US Philosophin Christina Hoff Sommers. selber Feministen, spricht in ihrem Buch vom : Tatbestand ist, dass Jungen in Kindergärten, Horten, Ganztagseinrichtungen, Schulen und Beratungsinstanzen ständig an weibliche Verhaltensmuster und Grenzsetzungen stoßen. In ihrer Motorik und Renitenz drücken sie dann häufig ihren Widerstand gegen die Erziehungseinrichtungen als weibliche Bastionen aus. Jungen sind zum Problemgeschlecht geworden. Gewalt und Ausschreitungen haben zugenommen. Psychische und psychosomatische Störungen treten bei Jungen sehr viel häufiger auf als bei Mädchen. Alkohol- und  Drogenprobleme nehmen zu und  die zweithäufigste Todesursache bei Jungen ist der  SUIZID, wobei sich  Jungen mindestens sechsmal häufiger selber umbringen als Mädchen im gleichen Alter.“ Wissenschaftler sind der Meinung, wenn es um Mädchen ginge wäre längst etwas passiert.“

WARUM PASSIERT NICHTS? WARUM UNTERSTÜTZEN STARKE MÜTTER IHRE JUNGS NICHT STÄRKER?

Welche Auswirkungen das auf das gesellschaftliche Leben hat wird oft aufgezählt, ein Beispiel: Heiraten und Familie warum? Diese  Männer brauchen und wollen keine Familie.

Allein lebende Männer  ohne Bindung in Deutschland

  •  27 % der 18- bis 34- jährigen
  •  60 % der 35- bis 64-  jährigen

In Amerika haben  Mütter ihr Manifest formuliert:

„How Male Bashing is Killing Our Sons“.

Sie schildern die ständige Herabsetzung von Männlichkeit und damit die Behinderung ihrer Söhne. Deutsche Arbeitgeber stellen fest das es jungen Männern oft an Leistungswillen, Disziplin, Kontinuität und Frustrationstoleranz fehle. Logisch, früher wurden Mut, Leistungswille oder Autonomie der Männer  gelobt, heute werden sie negativ als Aggressivität, Karrierismus oder Unfähigkeit zur Nähe ausgelegt.

Eine der renommiertesten  Professorin für Quantenphysik Michelle Simmons beklagt die Vereinfachung des Studienfaches in Australien für Mädchen und  sieht die Gefahr des Innovationsverlustes. Sie spricht von der „Feminisierung der Physik“.

Unsere Kultur ist über Jahrtausende von Männern geschaffen. Männer haben die Kultur, Industrie, Wissenschaft, Religion, Stadtverwaltung und den Handel geschaffen. Ganz simpel gesehen ist die tägliche Funktionalität unserer Gesellschaft ohne Männer nicht möglich. Das Verhältnis von männlichen Opfern in ihrer Tätigkeit zu weiblichen bei Polizei, Feuerwehr, Notärzten, Sanitätern, Katastrophendiensten oder technischen Hilfswerk beträgt 98 zu 2. Bei den Rettungskräften  am  11. September und in Tschernobyl  sind nur männliche Helfer zu Tode gekommen.

  Elisabeth Badinter, Philosophin  und Feministin

notiert: männliche Tugenden  sind wieder zu loben, sie meint damit

  • die Selbstbeherrschung
  • der Wille
  • über sich selbst hinauszuwachsen
  • Bereitschaft Risiken eingehen
  • sich Herausforderungen zu stellen
  • Unterdrückung Widerstand leisten