Atem mit Leiden

In einem Beitrag habe ich gelesen das Smartphones den Atem analysieren und so Diabetes, Krebs und Krankheiten diagnostizieren sollen. Das hat mich nicht überrascht. Die Geräte zählen Kalorien, messen Alkohol und Herzfrequenz, warum also nicht Krebs? Das israelische Institut von Technology und der Forscher Hossam  Haik planen, dass die Geräte mit Nanotechnologie als Sniffphones Krankheiten erschnüffeln. Die EU fördert dieses Projekt übrigens mit sechs Millionen Euro.
Krankheiten haben einen Geruch, das ist nicht neu, Typhus riecht wie frisches Brot. Die Uni Zürich und mit ihr 13 Forschungsgruppen haben Krankheiten nach ihrem Geruch untersucht, um letztlich diesen Krankheitsgeruch schnüffeln zu können. Viele Forscher beschäftigen sich auch in Deutschland mit dem Thema. Atemluftanalysen bleiben auf Grund der Umwelteinflüsse störanfällig (Kaugummi, Kaffee trinken, Zähne putzen, Alkohol, usw.) und es sind Milliarden von Teilchen zu testen um vielleicht ein krankes Teil zu finden. Hunderte Patienten wurden getestet, hochempfindliche Analysegeräte sind im Einsatz.
Magenkrebs kann man schon mit 92 Prozent Sicherheit mit dem Gerät diagnostizieren, außerdem 16 weitere Krankheiten. Ende 2018 soll die App funktionieren, um Vorsorgediagnosen erstellen zu können. Irgendwann würde das Geräte ans Smartphone angeschlossen werden können und die App dann das Ergebnis auch gleich dem Arzt zustellen, der sieht auch, ob die Tabletten genommen wurden und wie sie anschlagen. Natürlich würde man gedopte Sportler in „nullkomma nix“ überführen können. Jeder könnte, in absehbarer Zeit dann über sein privates Vorsorg-Diagnose-Zentrum, im eigenen Heim, verfügen.