Bio | Bestandsaufnahme

Vorweg ich bin auch Verbraucher von Ökeprodukten, nicht immer, aber immer öfter. Gleichzeitig beurteile ich die Importe von Bioprodukten über zehntausende von Kilometern als sehr problematisch. Das viele Menschen sich Bio nicht leisten können ist ebenfalls kein positives Merkmal. 

Fest steht das in Deutschland die Anbauflächen für Bio nicht ausreichen. Obwohl die Anzahl der Bio-Höfe in Deutschland steigt, 26.850  einheimische Höfe sind es zur Zeit. Das bedeutet jeder zehnte Bauer macht in Bio. Der Bio-Umsatz betrug 2016  *9,5 Milliarden Euro, aber die Nachfrage ist noch höher als die heutige Produktion. Was natürlich Bioware verteuert. Den Ökobauern geht es wirtschaftlich auch weit besser als den Normalbauern. Mit einem Unternehmensergebnis von 65. 500 Euro erreichten sie etwas mehr als das doppelte der herkömmlichen Bauern.

Das Problem Biobauer zur werden ist vielfältig, die Bodenumstellung dauert drei Jahre, die ersten Erzeugnisse dürfen dann auch nicht gleich als Bioware verkauft werden, damit fallen erst einmal hohe Kosten an, die finanziert werden müssen. Die Förderungen der EU und auch die der deutsche Politik ist sehr zögerlich. Der Landwirtschaftsminister Christian Schmidt CSU, will zwar die Anbauflächen verdreifachen aber in welchem Zeitraum, das bleibt sein Geheimnis.

Natürlich kommt auch viel Bioware aus dem Ausland weil nun einmal 

Bananen in absehbarer Zeit nicht bei uns wachsen werden und die Anbauflächen in Deutschland zu knapp sind. Darf man diese Ware im  weiteren  Rahmen eigentlich noch  Bioware nennen, wenn man an die langen, kostenintensiven Transporte und den daraus resultierenden Umweltbelastungen denkt. Niemand  weiß genau wieviel Bioimporte es gibt. Das Landwirtschaftsministerium schätzt zwischen 30 -50 %. Ist das Methode das niemand es genau wissen will?

Kostenintensive Herstellung, hohe Import-Transportkosten, höhere Nachfrage, die  Angebote der  Bioerzeugnisse sind einfach für Geringverdiener zu teuer. Jeder dritte von ihnen muss auf Bio verzichten. Öko  wird  vom Besserverdiener gekauft.  (Institut der deutschen Wirtschaft)

 Quelle: BÖLW


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