Sport Lebenselixier: Über 63.000 Probanden-Informationen wurden von 1994 bis 2012 für Gesundheitsstudien untersucht

In diesem Monat veröffentlichte  die University Loughborough ihre Untersuchung . Bisher war nicht klar, ob Wochenendsportler (Weekend-Warriors), Männer und Frauen, mit ihrem Sport genauso gesundheitsfördernde  Wirkungen erzielen, wie  Leute, die drei-  bis viermal die Woche trainieren. Jetzt steht es fest, auch das geballte Sportprogramm am Wochenende ist gut für die Gesundheit und reduziert das Sterberisiko.

Wichtiges Kriterium waren die Parameter der Weltgesundheitsorganisation (WHO):

  • 150 Minuten moderater körperliches Einsatz ( MET 3-6 *) über mehrere Tage  (3 bis 4 Stunden wöchentlich) oder
  •  75 Minuten intensive Aktivität  (über MET 6*) übers Wochenende

Die Studie zeigte das die Wochenend-Kämpfer keinerlei Nachteile haben. Gegenüber unsportlichen Mitmenschen ist ihr

  • Sterberisiko um 30  Prozent geringer und
  • Herz- und Kreislauferkrankungen reduzieren sich sogar um 40 Prozent
  • Die Gefahr an Krebs zu sterben reduzierte sich um 18 Prozent.

Generell kann man nach dieser Untersuchung sagen, mehr Sport hilft also gesundheitlich nicht viel mehr. Der Sportmediziner Bernd Wolfarth  vom Institut der Sportwissenschaft  der Berliner Humboldt-Universität meinte im Interview, das dies ein wichtiges Resultat ist. “ Die Aufteilung der Einheiten ist gar nicht so entscheidend. Das dürfte viele erleichtern und motivieren, die nur am Wochenende Zeit fürs Training finden.“

Ingo Froböse von der  Deutschen Sportschule in Köln, meint: “ Am Wochenende intensiv Sport zu treiben ist gut. Aber auch über die Woche sollte man sportliche Aktivitäten einbauen,“ sagt der Sportwissenschaftler.

WICHTIG IST:

Bei der WHO Empfehlung geht es nur um Ausdauersportarten

  • z.B. aerobe Sportarten, Laufen, Walken, Radfahren, Schwimmen etc.

nicht aber um Sportarten wie

  • Yoga, Pilates, Krafttraining etc.

Sport ist also gesundheitlich gesehen nicht gleich Sport. Unter diesen Gesichtspunkten ist es ideal  70  Prozent  Ausdauertraining und 30 % Krafttraining pro Einheit einzuplanen, meinen die Wissenschaftler. Ich werde weiterhin an meiner Aufteilung von 60/40 Prozent, (MET über 8) festhalten.

Die Wissenschaftler wissen heute was Bewegung, Sport im Körper bewirkt:

  1. Sport und Bewegung hält gesund, verlängert das Leben.
  2. Senkt das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen und Diabetes durch Muskulatur-Tätigkeit.
  3. Trainierte Muskeln nehmen besser Zucker aus dem Blut auf. Guter Zuckerstoffwechsel.
  4. Gute Muskulatur-Durchblutung senkt Blutdruck und Herzfrequenz, lässt Organe besser arbeiten.
  5. Demenz und Krebsrisiko  sinkt durch Sport. Das ist Fakt. Die Wissenschaftler können nur noch nicht sagen, liegt es an der besseren Durchblutung oder ist es das, durch Bewegung angekurbelt Immunsystem.

Loriot sagte einmal: “ Ein Leben ohne Möpse ist möglich, aber sinnlos.“

Ich sage: „Ein Leben ohne Sport und Bewegung ist möglich, aber sinnlos.“ ☺

ZUR STUDIE:

loughborough-universityhttp://www.lboro.ac.uk/news-events/news/2017/january/weekend-warriors-fight-off-death-for-longer.html

Veröffentlichung  der Studie im Fachmagazin Jama Internal Medicine:

http://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/2596007?resultClick=1

*  Was ist MET?

met

Eine Hilfe für Watt-Gesteuerte: 🙂

Beispiel  MET = Watt  x  0,05 + 1

 70 Watt —> ca.  4 MET

100 Watt –> ca.  6 MET

200 Watt–> ca. 11 MET