Will die Türkei eine islamische Verfassung? Machen da EU-Beitrittsverhandlungen noch Sinn?

Die heutige Nachricht ließ aufhorchen!

Was passiert eigentlich in der Türkei? Es gibt einen Verfassungsstreit!  Der Präsident Erdogan will keine islamische Verfassung, sagt er zumindest. Der Parlamentspräsident I. Kahraman, ebenfalls Mitglied in der Präsidenten-Partei  AKP, sieht das ganz anders. Er möchte keine Trennung von Religion und Staat, ihm schwebt eine  richtige islamische Verfassung vor. Der türkische Präsident will die Trennung (Säkularismus), in der eine Distanz zu allen Religionen gleichermaßen besteht, was letztlich aber nur auf dem Papier, auf dem es geschrieben ist, praktiziert und sicher ist.

Jetzt geht es scheinbar um Schadensbegrenzung. Die Trennung von Religion und Staat solle nach den Vorstellungen der AKP auch Eingang in die neue Verfassung finden, sagte Parteisprecher Ömer Celik. Die AKP sei aber für einen „libertären Säkularismus“, nicht für eine „militante“ Trennung von Staat und Religion.

Das alles sieht nicht gut aus und diese Entwicklung spricht nicht dafür, das die Türkei jemals Mitglied der EU wird. Als zukünftiges Land mit einer islamischen Verfassung, in der die Religion und nicht mehr der demokratische Mensch im Vordergrund steht, ist eine Türkei in der Europäischen Union unvorstellbar.

Es ist aber gut das diese jetzigen Strukturen, neben der Entwicklung der letzten Jahre in diesem Land, ein  Szenario auf ein Zukunftsbild der Türkei ermöglichen.

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