Fitness Basics – was mir auffiel

Vor einigen Tagen habe ich geschildert, was so in meinem Fitness Club los ist. Neues Jahr neue Ziele, gute sportliche Vorsätze…..usw.

Der Zulauf  im Studio scheint nicht abzuebben. Einige junge Mütter mit Kinderwagen stehen zum Einchecken bereit. Junge wie Alte, Dünne wie Korpulente, Enthusiastische wie Vorsichtige nehmen ihre erste Sporteinheit in Angriff. Dabei fällt mir in den Gesprächen und bei den ausgeführten Übungen auf, dass einige Basics vergessen wurden oder einfach nicht bekannt sind. Wer gerade mit dem Sport begonnen hat einfach mitlesen.

Stretching verringert nicht das das Verletzungsrisiko.

Mehrere Studien haben bewiesen, dass Stretching vor dem Aufwärmen kontraproduktiv ist und sogar schädlich sein kann. Klassisches Dehnen führt zu einer Straffung der Muskulatur und nicht zu einer Entspannung bzw. Lockerung. Um eine Überdehnung zu vermeiden, reagiert der Körper mit einem Zusammenziehen der gedehnten Muskeln, wodurch sich die Grundspannung erhöht. Somit werden schnelle, flexible Bewegungen beim Sport eingeschränkt und die Verletzungsgefahr steigt. Wärmen Sie sich besser mit einem kurzen, lockeren Lauf, ca. 10 Minuten, auf dem Laufband, dem Crosstrainer oder mit

Jumping Jacks

auf. Kein Kunstwerk, zeigt aber was ich meine.

Fett wird nur im „Fat-Burner-Bereich“ verbrannt und beginnt erst nach 30 Minuten, ist eine alte Mär.

Dass sich der Körper nur im aeroben Bereich, also beim lockeren Training und einer Pulsrate bis 130, an den Fettreserven bedient, ist ein weit verbreiteter Mythos. Denn wer Gewicht verlieren möchte, muss einfach Kalorien verbrennen, damit am Ende des Tages eine negative Kalorienbilanz erreicht. Je intensiver das Workout also ist, desto höher ist die Zahl der verbrannten Kalorien. Von der ersten Sekunde an, in der wir Sport treiben, verbrennt der Körper sowohl Glukose als auch Fett. Richtig ist allerdings, dass die Fettverbrennung am Anfang noch relativ niedrig ist und mit dem Leeren der Glukosespeicher ansteigt. Nach ca. 20 bis 30 Minuten befindet sie sich schließlich auf Hochtouren.

Nur Training bis zur Schmerzgrenze bringt Erfolg, ja Misserfolg.

Wenn das Training von ständigen Schmerzen in den Muskeln oder den Gelenken begleitet wird, sollten Sie unbedingt mit einem Trainer oder Experten sprechen. Vielleicht führen Sie die Übung falsch aus oder eine Überlastung steckt dahinter. Kein Grund zur Sorge besteht bei einem Muskelkater – der kann auch nach zwei Tagen noch bestehen und ist ein gutes Zeichen, man merkt das man etwas getan hat.

 Wer wenig schwitzt, ist gut trainiert, umgekehrt ist es richtig.

Geübte Sportler verfügen über aktivere Schweißdrüsen, die beim Training früher anfangen, Schweiß abzusondern. Grund dafür ist, dass durch die Erhöhung der Körpertemperatur der Körper abgekühlt werden muss und man dadurch zu schwitzen beginnt. Sportanfänger verlieren selbst bei hoher Anstrengung nur rund 0,8 Liter Schweiß, während trainierte Sportler bis zu drei Liter Schweiß ausschwitzen können. Gleichen Sie den Flüssigkeitsverlust mit ausreichend Wasser aus.

Der Mythos überhaupt, Bauchmuskelübungen zaubern einen Sixpack, das wäre viel zu einfach.

Frauen wie Männer  nehmen ihre Gym-Matte und legen mit Bauchübungen wie Crunches oder Sit-ups los. Diese stärken zwar die Bauchmuskulatur, das bedeutet aber nicht, dass auch das überschüssige Fett verschwindet. Fett kann nie an gezielten Stellen abgebaut werden, sondern nur am ganzen Körper. Wie das funktioniert? Mit einer Kombination aus Ausdauertraining, Krafttraining und einer ausgewogenen Ernährung sprechen sie mit ihrem Trainer darüber.

Zwei Tipps an die weiblichen Mitsportlerinnen von meiner Trainerin.

Frauen dürfen nur mit kleinen Gewichten trainieren, wieder so ein Märchen.

Sie brauchen keine Angst davor haben, dass Sie beim Training mit großen Gewichten bald so aussehen wie ein muskelbepackter Mann, denn Frauen produzieren nicht genug Testosteron (16mal weniger als Männer), um große Muskeln aufzubauen. Sie können also bedenkenlos auch zu schweren Hanteln greifen.

Sport verhindert Cellulite, da gehört viel mehr dazu, das ist wirklich anstrengend, wenn man  einen gewissen Erfolg haben will.

Ich bin froh das mir diese Anstrengung erspart bleibt. Mindestens 80 Prozent aller Frauen kämpfen gegen Cellulite. Cellulite ist die Folge eines schwachen Bindegewebes und kann nicht allein durch Sport verhindert werden. Die Kombination aus Bewegung und einer ausgewogenen, fettarmen Ernährung mit Obst, Gemüse und viel Vitamin C, das Fette schmelzen lässt, kann einen positiven Effekt auf die unschönen Dellen haben. Verzichten Sie auf Fett, Zucker und Salz, denn dadurch werden Fette und Wasser eingelagert und die Entstehung von Orangenhaut gefördert.

In der Umkleide riecht man den Schweiß getaner Sportarbeit, nicht am Computer.