Putin-Warum ist er, wie er ist?

Es gibt jede Menge Biographien, die voll sind mit Daten und Fakten aus dem Leben Putins. Darum geht es hier nicht. Nicht um seine Frau, nicht um seine Töchter, sondern darum, “ Warum ist er, wie er ist?“.  

Wladimir Wladimirowitsch Putin wurde am 7. Oktober 1952 in Leningrad (heute Sankt Petersburg) geboren. Er war das dritte Kind einer Arbeiterfamilie. Aufgewachsen ist er in ärmlichsten Verhältnissen. Seine Geschwister starben im Kindesalter. Es war für ihn eine harte Zeit. Auf den Straßen von Leningrad gehörte damals die Macht den Stärkeren. Wer schwach war wurde geschlagen. Das bekam auch Putin, als schmächtiger Junge, zu spüren. Die Erkenntnis daraus war, dass er unbedingt zu den Stärkeren gehören musste, wenn er etwas erreichen will. Diese Erfahrung prägte ihn bis heute. Daraus entstand sein Interesse für Kampfsportarten. Die jetzt gelernten Angriff- und Verteidigungsarten wandte er auch bei seinen Auseinandersetzungen mit Erfolg an und fühlte sich bestätigt. Jetzt schlägt er und wurde  so zum Starken. Regional brachte er es in seiner Jugend im Judo zum Leningrader Stadtmeister.

Als junger Mann bewirbt sich Putin beim KGB. Aber zu dieser Zeit bewirbt man sich dort nicht, denn der KGB rekrutiert seine Leute, die er haben möchte. Erst 1975 klappte es und er trat dem sowjetischen Geheimdienst bei und wurde für den Auslandseinsatz nach Dresden geschickt.  Sein Tarnname war Motte. Er hat in seiner Dresdnerzeit viel getrunken. Bei einer Größe von 1,70 m war er aufgeschwemmt und nicht mehr durchtrainiert. Nach dem  recherchierten Beitrag eines Fernsehsenders soll er auch regelmäßig seine Frau geschlagen haben. Die Kommunikation mit Frauen allgemein waren nicht seine Stärken. Übrigens heute trinkt Putin keinen Tropfen Alkohol mehr. 1989, bei den Dresdner Demonstrationen, war er Oberstleutnant in der KGB Residenz Dresden. Es ist überliefert, dass er die Dresdner Demonstranten, die dem Gelände der Residenz zu nahe kamen Ansprach, dies sei das Hoheitsgebiet der Sowjetunion und er lässt schießen, wenn sie es betreten.

Die Sowjetmacht bricht zusammen, aber sein 37.Geburstag wird noch in Dresden gefeiert. Er geht zurück  nach Russland und findet eine sterbende Supermacht vor.  Es zerfällt alles. Putin geht zurück nach St. Petersburg,  quittiert beim KGB,  arbeitet dann beim Bürgermeister, profiliert sich und wird sein Stellvertreter. In dieser Zeit hat er sich ein gut funktionierendes Netzwerk geschaffen. Er erhält jetzt in Moskau einen Job in Kremel. Boris Beresowskij half Wladimir Putin an die Spitze der russischen Politik. Dieser Oligarch  fördert ihn und kommt später in London unter mysteriösen Umständen ums Leben.  Ab 1996 arbeitete Putin im Moskauer Kreml unter der Führung von Boris Jelzin als Chef des Geheimdienstes FSB, dann als Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates. In der Neujahrsnacht 2000 trat der russische Präsident Boris Jelzin von seinem Amt zurück und gab der überraschten Weltöffentlichkeit Wladimir Putin als seinen Nachfolger bekannt.

Putin kann sich in Kriegen als harter Mann profilieren. Nur die Macht zählt für ihn. Alle lieben Putin auch  der Bundeskanzler Schröder, der ihn als lupenreinen Demokrat einordnet. Putin hat Angst vorm Alter. Altern bedeutet für ihn schwach werden und zugleich Stärke und damit Macht verlieren. Darum die öffentlichen Darstellungen der Stärke, als Reiter mit freiem Oberkörper, als Tiefseetaucher, Jäger und Fallschirmspringer. Natürlich auch als Einsamer, der nur mit Russland verheiratet ist und alles für sein Volk tut.

Sein Innerer Kreis, der vielleicht zehn Personen umfasst, besteht aus alten Geheimdienstlern, Geschäftspartnern und Freunden aus Petersburger-Kreisen, wie veröffentlicht wurde. Ob er sich ihnen aber ganz anvertraut und auf ihre Vorschläge eingeht darf bezweifelt werden.

Zum dritten Mal ist Wladimir Putin jetzt der Präsident von Russland. Es sollen in dieser Zeit insgesamt fünf Anschläge auf in geplant/durchgeführt worden sein. Napoleon ist sein Vorbild. Sein Vermögen, nach ca. 20 Jahren als Politiker, ist zu Anfang von Fachleuten auf 40 Milliarden Dollar, nach einigen Jahren auf 130 Milliarden und in diesem Jahr auf 200 Milliarden Dollar geschätzt worden. Ein gutes Jahresgehalt für einen Politiker-Job. Seine Macht wird er national wie international weiter aufbauen und dabei auch eine lupenreine Diktatur im Inland anstreben. Er wird nie die Macht abgeben, denn er will niemals vor ein Gericht gestellt oder umgebracht werden.