Oscarwissen – 87. Preisverleihung heute Nacht vom 22. auf den 23. Februar 2015

Warum entstand der Oscar?

 

Ende der 1920er Jahre stürzte die amerikanische Filmindustrie in die Krise: Die Menschen gingen weniger ins Kino. Sie saßen zuhause und lauschten dem Radio.

 

Louis B. Mayer, Chef der Metro Goldwyn Mayer Corp., schuf die Idee einer Auszeichnung für Filmschaffende und die Filmbranche. Die Interessen sollten durch eine Gewerkschaft zentral gesteuert werden: Die „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“ war geboren.

 

Warum heißt der Oscar eigentlich Oscar?

 

Woher der Name „Oscar“ stammt, ist umstritten. Es gibt insgesamt drei Theorien. Theorie 1: Academy-Bibliothekarin Margaret Herrick soll gesagt haben, die Trophäe sehe ihrem Onkel Oscar ähnlich. Theorie 2: Schauspielerin Bette Davis erinnerte die Rückseite der Statue angeblich an ihren Ehemann Harmon Oscar Nelson. Theorie 3: Filmkolumnist Sidney Skolsky beharrte ebenfalls darauf, der Namensgeber zu sein.

 

Fest steht jedenfalls, dass der Name erst seit 1939 offiziell verwendet wird. Davor kannte man den Preis nur unter seinem offiziellen Namen „Academy Award of Merit“.

 

Was stellt die Oscar-Trophäe dar?

 

Der Oscar symbolisiert einen Ritter, der sich auf ein Schwert stützt und auf einer Filmrolle steht. Letztere hat fünf Speichen, die symbolisch für die fünf Teilbereiche der Filmindustrie stehen: Schauspieler, Regisseure, Autoren, Techniker und Produzenten.

 

Die Trophäe ist rund 35 Zentimeter hoch und ca. vier Kilogramm schwer. Ihr Materialwert liegt bei rund 250 Euro.

 

Was macht jeden Oscar einzigartig?

 

Seit 1949 erhält jede Oscar-Statue eine Seriennummer, die sie eindeutig identifizierbar macht. Bis auf diese sehen die Trophäen bei der Preisübergabe noch alle gleich aus.

 

Erst nach dem Event werden der Name des Gewinners, der Filmtitel und die Kategorie eingraviert.

Wegen Materialknappheit wurden die Statuen während des Zweiten Weltkrieges aus Gips hergestellt.

 

Wann wurde der erste Oscar vergeben?

 

Die Oscar-Statuen wurden zum ersten Mal am 16. Mai 1929 vergeben. Damals war das Interesse nicht besonders groß, denn bereits eine Woche vorher standen die Gewinner in der Zeitung. In einer Rekordzeit von 4 Minuten und 22 Sekunden wurden die Oscar-Statuen verliehen.

 

Weil die Popularität der Oscars gleich null war, beschloss die Akademie 1941, die vorzeitige Bekanntgabe der Preisträger abzuschaffen. Seitdem sind die Namen der Gewinner streng geheim. Lediglich die Wirtschaftsprüfer von PriceWaterhouseCoopers wissen im Voraus, wer die begehrte Trophäe mitnehmen darf.