Terroranschlag auf Charlie-Hebdo in Paris, Europas 11. September?

Ein Alptraum geht blutig zu Ende und den Befehl zum Angriff gab der französische Staatspräsident. Die Terroristen von Charlie-Hebdo und der Polizisten- und Geiselmörder wurden erschossen. Der Staat und die Sicherheitskräfte haben die Machthoheit behalten. Aber der Preis ist hoch. Innerhalb drei Tagen gab es 20 Tote viele Verletzte und hinterließ ein Land mit unfassbaren Menschen, in Anteilnahme und Wut.

Die Anschläge wurden im Namen des dafür missbrauchten Islam durchgeführt, aber nicht im Namen von Christen, Buddhisten, Hindus oder Mormonen. Der Islam hat eine völlig andere Struktur als wir es in Europa kennen. Wenn man mit den Katholiken Probleme hat, geht man zum Papst oder dem Dalai Lama, dem geistigen Oberhaupt aller Buddhisten, wenn es diese betrifft. Bei den Muslimen gibt es diese Struktur nicht und das kann bei einer Weltreligion zu Problemen führen. Es gibt Regionen in der Welt, da wird der Koran wörtlich ausgelegt. Wenn das die Katholiken mit dem Alten Testament machten, würde Mord und Totschlag an der Tagesordnung sein.

Gerade dieser Zusammenhang fordert auch alle muslemischen Menschen, die vielfach ja unsere Nachbarn sind und ihre Religionsführer Vorort, bessere Strukturen gegen diesen Missbrauch der islamischen Religion zu schaffen. Da spielen auch die Moscheen und ihre Prediger eine ganz entscheidende Rolle. Das darf aber auf keinen Fall heißen, dass der muslemische Glaube und seine Menschen in sippenhaft genommen werden dürfen. Sie schauen genauso fassungslos und wütend auf diese Terroristen, wie wir alle. Pegida wird dieses Drama politisch ausschlachten wollen. Aber wir sind alle gegen jeglichen Terrorismus unabhängig von welcher Religion und aus welchem Land. Der muss bekämpft werden, sonst niemand.

Wer sieht, wie sich Amerika nach dem 11. September verändert hat, nervenzehrende Einreisebestimmungen, NSA–Datensammel-und Spionagewut, Milliarden zusätzliche Dollar für innere Sicherheit, kann sich ein solches Europa oder gar Deutschland, nicht wünschen.