Auslaufmodell PEGIDA?

Ausländer bringen Deutschland Milliarden und sie bringen mehr als sie kosten. Wenn man die gestrigen PEGIDA Demonstrationen in Dresden, Köln, Berlin und München betrachtet, kann man erkennen, dass in West-, Süd-, Norddeutschland und Berlin wesentlich mehr Gegendemonstranten unterwegs waren. In Deutschland insgesamt 30.000. In Köln brachte die PEGIDA-Bewegung gerade mal 150 Personen auf die Straße, die sich auflösten und in Berlin 400, in München 80. Pegida hat mit einer Volksbewegung überhaupt nichts zu tun.

In Dresden waren es 18.000 Demonstranten (1% der Wähler in Sachsen). Tatsächlich kann man feststellen, dass es sich scheinbar um eine Bewegung handelt, die in Ostdeutschland ihre Hauptbefürworter hat, neben einigen Demo-Touristen. Sprüche zur Russland-Bewunderung, Lügenpresse, Politikerhetze und Ausländerfeindlichkeit sind teilweise lustigblöd bis hasserfüllt. In den siebziger Jahren skandierten schon einmal Demonstranten „Willy Brandt an die Wand“. Welch ein Irrtum, gemessen an der politischen Leistung des damaligen Kanzlers. Auch diesen Minderheiten wurde damals getrotzt.

Es sind die wirtschaftlich, politisch, gesellschaftlich und emotional Abgehängten, die da demonstrieren. Viele davon haben sich von unserer Gesellschaftordnung verabschiedet, denen wird keiner mehr gerecht werden. In einer Demokratie kann man es nicht allen recht tun. Ergebnisse der Politik sind oftmals Kompromisse. Politiker nehmen das Volk nicht an die Hand. Sie müssen mit arbeiten. Demokratie ist den Demonstranten wohl zu anstrengend, scheinbar wollen sie weniger davon (Russland). Die führenden sächsischen Politiker im „Tal der Anungslosen“ konnten in 25 Jahren diesen Menschen Demokratie scheinbar nicht vermitteln. Diese Politiker tragen mit Schuld an der heutigen  politischen Entwicklung (Biedenkopf, Milbrandt, Tillich /CDU). Das Demonstranten mit niemanden reden wollen ist aber schon ziemlich einmalig, denn Demokratie lebt von der Kommunikation und von dem Engagement außerhalb einer außerparlamentarischen Opposition. Wie sollen sonst Veränderungen bewirkt werden.

Minderheiten dürfen in einer echten Demokratie demonstrieren, aber das Deutsche Volk sind sie nicht, das hat der gestrige Tag gezeigt. Sie sind ein kleiner Teil der Unzufriedenen und Unverbesserlichen, die eine Demokratie ertragen kann. Alle Medien sollten sich auch einmal Fragen, ob diese Minderheiten den bisherigen Medienspektakel wirklich gerecht werden. Das in einer Parteien Demokratie längst nicht alles reibungslos funktioniert, Änderungen unabdingbar sind und auch erfolgen, die auch manchmal weh tun, das weiß die große Mehrheit des Deutsche Volkes seit 65 Jahren. Nur die 18.000 Menschen in Dresden wissen das wohl nicht. Schade.

Ergänzungsthemen:
http://miberl.blog.de/2014/12/20/jenseits-fremdenfeindlichkeit-19870011/“>Jenseits von Fremdenfeindlichkeit, 50.000 Deutsche 

http://miberl.blog.de/2014/12/14/auslaender-bringen-deutschland-milliarden-bringen-mehr-kosten-19844283/