Ausländer bringen Deutschland Milliarden und sie bringen mehr als sie kosten.

Die Zuwanderungsdebatte in Deutschland ist neu entbrannt. Stichwort Pegida: die Demonstranten sind wütend, haben Angst vor dem Islam und fürchten eine „Überfremdung“ Deutschlands. Sie fürchten auch einen persönliche sinkenden Wohlstand, durch die wachsende Zahl von Menschen, die vor den Konflikten in Ländern wie Syrien, Afghanistan oder dem Irak flüchten.

Wenn Deutschland kein Einwanderungsland wird, was es auch bis heute noch nicht ist, zeigt der demografische Wandel genau auf, nämlich die Tendenzen der katastrophalen Bevölkerungsentwicklung. Altersstruktur, den Anteilen von Inländern, Ausländern und Eingebürgerten. In Deutschland ist die Alterungsstruktur dadurch gekennzeichnet, dass seit 1972 die Sterberate höher ist als die Geburtenrate. Dadurch verliert die Bundesrepublik Deutschland insgesamt permanent an Bevölkerung. Das müsste doch endlich allen bekannt sein. Was das für die Rente, das Gesundheit- und die Sozialsysteme, die Wirtschaft- und Arbeitswelt bedeutet, erfahren wir doch heute schon. Steigende Kosten für jeden Einzelnen. Zukünftig Rentenverzicht, unbezahlbaren Gesundheitskosten, menschenunwürdiger Pflege im Alter und Arbeitskräftemangel in Größenordnungen die wir uns heute noch nicht vorstellen können. Unternehmen werden abwandern. Wer soll dann noch ein lebenswertes Deutschland finanzieren.

Was ist dann aber die Alternative?

Für Deutschland ist Einwanderung ein Gewinngeschäft, zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie. Demnach zahlen Ausländer insgesamt deutlich mehr Steuern und Sozialabgaben, als sie den Staat kosten – und es wird zukünftig immer mehr.

Untersuchung: Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. Demnach zahlte 2012 jeder in Deutschland lebende Ausländer durchschnittlich 3300 Euro mehr Steuern und Sozialabgaben als er an staatlichen Leistungen erhielt. Insgesamt sorgten die 6,6 Millionen Menschen ohne deutschen Pass so für ein Plus von 22 Milliarden Euro. „Deutschland profitiert finanziell also beachtlich von seiner ausländischen Wohnbevölkerung“, heißt es in der Studie.

Auch frühere Untersuchungen hatten bereits einen positiven Beitrag von Ausländern zum Staatshaushalt festgestellt. In den vergangenen zehn Jahren sei das Plus pro Kopf jedoch um mehr als die Hälfte gestiegen, heißt es in der Studie. Die Rechnung sei eher noch vorsichtig, da sie nur Menschen ohne deutschen Pass erfasse. Nähme man Migranten mit deutscher Staatsangehörigkeit hinzu „wird der fiskalische Nutzen noch höher ausfallen, da dieser Personenkreis im Durchschnitt ökonomisch erfolgreicher ist als die Gruppe der Ausländer“.

Zwar lagen die durchschnittlichen Nettosteuerzahlungen von Ausländern 2012 um 700 Euro unter denen von Deutschen. Zugleich kamen jedoch knapp 67 Prozent der Ausländer auf einen positiven Beitrag – und nur knapp 60 Prozent der Deutschen. Das lag vor allem daran, dass es unter der ausländischen Bevölkerung weniger Ältere gibt, bei denen die Transferleistungen höher sind als die gezahlten Steuern und Beiträge. Dies bedeute aber nicht nur ein Werben um gut ausgebildete Zuwanderer, sondern auch weniger Einschränkungen für Asylbewerber. Es ist unsinnig, diesen den Zugang zum Arbeitsmarkt und damit zu einem selbstbestimmten, produktiven Dasein so zu erschweren, wie Deutschland es lange Zeit getan hat.